Unternehmensnachfolge

Die B3-Beyrow Business Beratung arbeitet seit dem Jahr 2004 an dem Thema Unternehmensnachfolge, wobei es sich hier schwerpunktmäßig um die Übernahme von Kleinstbetrieben bis ca. 5 Mitarbeitern / Mitarbeiterinnen handelt.

Der Fokus dieser Projekte ist immer auf die Frauen gerichtet, da ein wesentliches Projektziel die Erhöhung der Betriebsübernahmen durch Frauen darstellt.

Die Projekte im einzelnen:

„Unternehmensnachfolge für Frauen – Chancen und Perspektiven“

Das Projekt „Unternehmensnachfolge für Frauen – Chancen und Perspektiven“ wird im Zeitraum vom 01.01.2007 bis zum 30.09.2008 durchgeführt. Finanziell wird das Projekt durch das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein Westfalen sowie durch die Europäische Union (EFRE) unterstützt.

Schwerpunktmäßig werden drei Personengruppen innerhalb des Projektes angesprochen

  • Unternehmerinnen / Unternehmer von Klein- und Kleinstbetrieben,
  • Potenzielle Nachfolgerinnen (Berufsrückkehrerinnen, Arbeitslose oder von Arbeitslosigkeit bedrohte Frauen, Mitarbeiterinnen, Migrantinnen, potenzielle Existenzgründerinnen),
  • Akteurinnen / Akteure aus Bildungsinstitutionen (Schulen, Hoch- und Fachhochschulen).

Unternehmerinnen / Unternehmer von Klein- und Kleinstbetrieben können kostenlose Unterstützungsleistung hinsichtlich der Zukunftssicherung ihres Unternehmens in Anspruch nehmen. Sie haben die Möglichkeit den Betrieb durch professionelle Rating-Advisorinnen einer Stärken-Schwächen-Analyse zu unterziehen und aus dem daraus resultierenden Kurzexposé Handlungsempfehlungen abzuleiten, die i.d.R. die (Nachfolge-)Attraktivität des Unternehmens steigern. Zudem wird Unternehmerinnen / Unternehmern bei der Suche nach einer geeigneten Nachfolgerin geholfen.

Frauen, die an einer Selbstständigkeit interessiert sind, werden dahingehend sensibilisiert, dass die Möglichkeit einer Unternehmensnachfolge – allein oder im Team – besteht. Zur Kooperationsschließung können die potenziellen Nachfolgerinnen einen Pool, der mit unterschiedlichen Interessentinnenprofilen ausgestattet ist, nutzen. Zusätzlich ist die Teilnahme an einem professionellem Gruppencoaching möglich, welches die Kompetenzen der Teilnehmerinnen mit Hilfe des BIP (Bochumer Inventar zur berufsbezogenen Persönlichkeitsbeschreibung) erfasst und analysiert. Ein eigens für die weiblichen Unternehmensnachfolgeansprüche konzipiertes Beratungs- und Qualifizierungsangebot wird die Projektteilnehmerinnen unterstützen.

Akteurinnen / Akteure aus Bildungsinstitutionen werden einrichtungsübergreifend im Hinblick auf das Thema Selbstständigkeit durch Unternehmensnachfolge sensibilisiert.

In Schulen werden „Juniorfirmen“ eingeführt, welche erste Eindrücke und Arbeitsweisen des heutigen UnternehmerInnentums vermitteln und die selbstständige Tätigkeit als eine gleichberechtigte Alternative zur abhängigen Beschäftigung hervorheben. Zudem wird durch Besuchen von Unternehmerinnen / Unternehmern der Unterrichtsinhalt ergänzt und (weibliche) Rollenvorbilder präsentiert.

Hoch- sowie Fachhochschulen mit einem Wirtschaftswissenschaftlichen Studienzweig werden bei der Integration des Themas „Selbstständigkeit durch Unternehmensnachfolge“ unterstützt. Es besteht die Möglichkeit bedarfsgerechte Curricula zu konzipieren und umzusetzen. Das Modul „Chefin auf Probe“® („Shadowing“) wird ebenfalls in dem entsprechenden Studiengang angeboten. In diesem Modul begleiten Studentinnen (und Studenten) über einen Zeitraum von zwei Wochen Betriebsinhaberinnen und Betriebsinhaber und erhalten dadurch einen ersten Eindruck vom unternehmerischen Alltag. Die gewonnenen Erfahrungen werden in einem professionellen Gruppencoaching reflektiert.

Projektträger ist die Gesellschaft für Arbeitsschutz- und Humanisierungsforschung mbH, Dortmund in Kooperation mit der B3 – Beyrow Business Beratung, Gelsenkirchen.


„Unternehmensnachfolge für Frauen in der Region Westfälisches Ruhrgebiet“

Im Rahmen der Initiative „Regionen stärken Frauen“ wurde in der Zeit vom 01.12.2005 bis 31.12.2007 dieses Projekt von der B3-Beyrow Business Beratung zusammen mit der Gesellschaft für Arbeitsschutz und Humanisierungsforschung mbH, Dortmund (www.gfah.de) durchgeführt. Zentrales Ziel war die Erhöhung des Frauenanteils bei Unternehmensnachfolgen insbesondere die Reintegration jüngerer Berufsrückkehrerinnen sowie die Stärkung von beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten weiblicher Mitarbeiterinnen (40+) zur Betriebsübernahme und die Verbesserung der Zugangschancen zum Thema Unternehmensnachfolge. Das Projekt sollte im Hinblick auf den demografischen Wandel die Risiken aufzeigen, die sich mittelfristig für die potenziellen Nachfolgeunternehmen ergeben.

Es sollte Konzepte anbieten, wie geeignete Voraussetzungen geschaffen werden können, um Frauen verstärkt als Nachfolgerinnen für Unternehmen zu gewinnen. Das gilt insbesondere für die Unternehmen, die bisher überwiegend von Männern geführt werden. Darüber hinaus soll es Begründungszusammenhänge vermitteln, warum Frauen in einzelnen Branchen als Nachfolgeunternehmerin zu qualifizieren sind und entsprechende Anreize vermitteln. Das vorhandene – bisher brachliegende – Potenzial von Frauen in Bezug auf Unternehmensübernahmen sollte besser ausgenutzt werden können.

Die Förderung des Projektes erfolgte durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales sowie den Europäischen Sozialfonds.

www.unternehmensnachfolge-frauen.de


„Nachfolge und Übergabe von Unternehmen zur Zukunftssicherung“

Trägerin dieses Projektes, bei welchem Frauen und Männer auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit unterstützt wurden, war die Prospektiv GmbH, Dortmund. Die B3-Beyrow Business Beratung arbeitete in diesem Projekt an der Konzeptionierung und Durchführung der Qualifizierungsmaßnahmen sowie an den Beratungsangeboten mit.

Die Qualifizierungsmaßnahmen war in drei Module aufgeteilt:

  1. Individuelle Stäken-Schwächen-Analyse
  2. Selbstständigkeit praktisch erleben und erfahren (Praktikum „Chefin auf Probe“ s. u. www.unternehmensnachfolge-frauen.de )
  3. Existenzgründung versus Unternehmensnachfolge im Rahmen einer 14-tägigen Schulung, einschließlich Erstellung eines Businessplans.

Die Qualifizierungs- und Beratungsangebote für die teilnehmenden Frauen dauerten jeweils ca. 5 Wochen und wurden innerhalb der Projektlaufzeit vom 01.01.2006 bis 31.12.2007 angeboten.

Gestartet ist dieses Projekt im April 2006 in der Region Hagen. Weitere Regionen wurden bis Ende 2007 einbezogen.


„Emscher-Lippe-fördert-Frauen-Nachfolgen“

Dieses vom Land NRW (Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales) und dem Europäischen Sozialfonds geförderte Projekt, im Rahmen der Initiative „Regionen Stärken Frauen“, lief in der Zeit vom 01.11.2004 und endete am 31.10.2006.

Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.unternehmensnachfolge-frauen.de